Die Süwag feiert ihr eigenes 25-jähriges Bestehen – und ihre Kunden, die von Beginn an treu geblieben sind. Ein Blick auf ein bewegtes Vierteljahrhundert am Energiemarkt.
Es gibt Beziehungen, die halten einfach. Man geht zusammen durch dick und dünn, in guten wie in schlechten Tagen, selbst in Energiekrisen. Die Süwag feiert in ihrem Jubiläumsjahr nicht nur das eigene 25-jährige Bestehen, sondern auch Silberhochzeit mit gleich mehreren Kunden. Denen, die von Anfang an treu geblieben sind – aus Überzeugung, den richtigen Partner in Energiefragen an ihrer Seite zu haben.
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Einer dieser Kunden ist Willi Erich Frießinger, Juniorchef der Frießinger Mühle im Kraichgau. Die Entscheidung für die Süwag traf er nicht selbst, sondern sein Vater Willi Frießinger. Nun, da er mit seiner Schwester in die Geschäftsführung des Familienunternehmens eingetreten ist, will er die Partnerschaft beibehalten. „Die Süwag hat uns in all den Jahren durchgängig gut betreut. Wir schätzen die persönliche und kompetente Beratung sehr“, sagt Willi Erich Frießinger. „Besonders, weil es für uns zuletzt immer wichtiger geworden ist, einen Ansprechpartner zu haben, der sich in der Energiebranche auskennt.“
„Wir sprechen die Sprache unserer Kunden“
Erdem Esen, Leiter Geschäftskundenvertrieb bei der Süwag
Viel mehr als nur Energie
Veränderungen gab es in diesem Vierteljahrhundert viele, sowohl bei Frießinger als auch am Markt. Dass die Energie-Ehe so lange hält, schreibt Erdem Esen, Leiter des Geschäftskundenvertriebs der Süwag, der Wandelbarkeit des Versorgers zu. Nach der Liberalisierung des Energiemarkts zwischen 1999 und 2000 wuchs die Konkurrenz unter den Strom- und Gasanbietern. Wechseln war einfach, sofern man nur Energie kaufen wollte und das zum niedrigsten Preis. „Wir haben uns schnell vom reinen Verkäufer zu einem Dienstleister gewandelt“, sagt Erdem Esen, „zum ganzheitlichen Ansprechpartner in allen Energiefragen.“
Die Salesmanager der Süwag sind für Geschäftskunden diejenigen, die Probleme lösen. Die für mehr Effizienz sorgen und individuelle Anforderungen erfüllen – und die auch die Fallstricke kennen. Denn, sagt Erdem Esen: „Eine Solaranlage kann Ihnen jeder aufs Dach setzen. Aber dabei zu beachten, ob Sie diese Menge Strom selbst verbrauchen, am Markt verkaufen oder ob Sie – vereinfacht gesagt – Überschüsse eventuell zu Negativpreisen verkaufen müssen, dazu braucht es Voraussicht und eine umfassende Beratung.“ Daher sind die Salesmanager der Süwag nicht nur in der Zentrale in Frankfurt-Höchst stationiert, sondern über alle Regionen verteilt und für die Kunden vor Ort erreichbar. Ob Rheinisch oder Schwäbisch: „Wir sprechen die Sprache unserer Kunden“, sagt Erdem Esen.
Die Effizienzberatung ist im Geschäftskundenbereich eines der relevantesten Themen. „Wenn Energie teurer wird, wird Effizienz umso wichtiger“, erklärt Erdem Esen. Auch für die Frießinger Mühle: 1.200 Tonnen Getreide vermahlt das Unternehmen pro Tag, im Jahr verbraucht es rund 35 Gigawattstunden Strom. „Wir bemühen uns, die benötigte Energiemenge pro vermahlener Tonne und abgepacktem Produkt immer weiter zu reduzieren“, betont Willi Erich Frießinger.
Süwag-Energieberater identifizieren Sparpotenziale und schaffen damit langfristig Mehrwert. „Es geht eben nicht immer nur um den Preis, sondern um die richtige Anwendung von Energie. Und die ist sehr individuell“, sagt Erdem Esen. Mit Schulungen sorgt er dafür, dass sein Team Qualifikationen hat, die weit über den Vertrieb hinausgehen. Die ISO 50001 und den Aufbau eines Energiemanagementsystems beispielsweise setzen zertifizierte Süwag-Experten technisch für den Kunden um.

Führen mit Weitblick: Erdem Esen bringt den Geschäftskundenvertrieb der Süwag mit neuen Ideen voran.
Kurze Wege fürs Getreide
Auch Willi Frießinger und sein Team sind nach ISO 50001 zertifiziert. Im Zuge des jährlichen Audits identifizieren sie immer wieder neue Hebel für mehr Effizienz – ob bessere Mahlsysteme, nachhaltigere Verpackungsmaterialien oder die Umstellung auf LED-Beleuchtung. Mit der Abwärme aus der Produktion heizt Frießinger Büros und gewinnt Warmwasser.
Ein weiterer wichtiger Faktor: kurze Transportwege. Ein Großteil des Weizens, Dinkels und Roggens, die die Mühle verarbeitet, stammt von Feldern rund um Würzburg, Nürnberg und Mannheim. „Nichts ist nachhaltiger als Regionalität“, so der Juniorchef. Und sie ist nachgefragt: Für die Kunden sei regionale Nähe inzwischen wichtiger als Bioqualität. „Ein konventionelles Produkt direkt von nebenan ist aus Umweltsicht besser als ein Biogetreide, das weite Wege zurückgelegt hat.“ Für eigene Produkte, die weitere Strecken zurücklegen, hat die Frießinger Mühle einen Hafenzugang direkt am Neckar. „Damit entlasten wir die Straßen und sparen ordentlich CO2 ein. Im Schnitt entspricht eine Schiffsladung 80 Lkws“, sagt Willi Erich Frießinger.
Neue Marktmodelle eröffnen Frießinger und anderen Süwag-Kunden ebenfalls Sparpotenziale: Der Kauf zu Börsenpreisen bei der handelstäglichen Beschaffung steht bereits Unternehmen ab 100.000 Kilowattstunden Jahresstromverbrauch offen. Der Kauf am Spotmarkt, tranchierte Beschaffung und die Kombination mit Fixpreisen streuen das Risiko je nach Kundenwunsch. „In den letzten fünf Jahren haben wir unser Portfolio an Beschaffungsmodellen gezielt vergrößert und dadurch viele Unternehmen für uns begeistern können“, so Erdem Esen.
Ökostrom aus Wasserkraft
Den wachsenden Bedarf an nachhaltig erzeugter Energie bedient die Süwag ebenfalls mit neuen Geschäftsmodellen. Zum einen mit Ökostromzertifikaten, wie bei der Frießinger Mühle. Die 35 Gigawattstunden liefert die Süwag zu 100 Prozent aus Wasserkraft. Mit der Eigenstromvermarktung ermöglicht sie es Unternehmen beispielsweise auch, selbst erzeugten Solarstrom auf andere Standorte „umzurechnen“, ohne dass sie vor Ort physisch verbraucht werden. Dass die Süwag-Schwestergesellschaft SGEW die eigene Grünstromerzeugung massiv ausbaut, eröffnet künftig noch weitere, nachhaltige Marktmodelle.
Bei der Frießinger Mühle schließt sich der Kreis von der Vergangenheit zur Zukunft: In den Anfängen des Familienunternehmens drehte sich eine kleine Wassermühle in Kirchberg an der Murr. Heute mahlt eine hochmoderne Anlage in Bad Wimpfen täglich tonnenweise Getreide mit Strom aus Wasserkraft.
Demnächst könnten auch kleine Windmühlen, Solaranlagen oder Batteriespeicher ins Spiel kommen: „Wir machen uns ständig Gedanken, wie wir in Energiedingen noch besser werden“, sagt Willi Erich Frießinger. „Unser Team hat viele gute Ideen. Doch was ist für uns wirklich sinnvoll? Bei dieser Frage vertrauen wir immer auf den fachlichen und rechtlichen Rat der Süwag – auch in Zukunft.“ Veränderung wird es bei der Frießinger Mühle also weiterhin geben. Nur nicht beim Energieversorger. Auf die nächsten 25 Jahre!
Gutes für Pizzabäcker
Von Mehl bis Hartweizengrieß: Die Frießinger Mühle verarbeitet Getreide zu hochwertigen Produkten für Privat- und Gewerbekunden. Eine Besonderheit sind die Spezialprodukte für die Pizzaherstellung, die das Familienunternehmen in enger Kooperation mit der Schule von Umberto Napolitano herstellt, dem Gründer der deutschen Pizza-Nationalmannschaft. Wer mag, kann die Mehle bei einem Pizza-Seminar vor Ort kennenlernen. Buon appetito!
