Immer mehr Unternehmen beziehen Ökostrom. Immer mehr davon kommt von nebenan: Die Süwag-Schwestergesellschaft SGEW baut kräftig an unserer Energiezukunft – mit neuen Wasserkraft-, Windkraft- und Solaranlagen.
Dominik Kauss hat sich viel vorgenommen. Der Leiter Erneuerbare Erzeugung der Süwag Grüne Energien und Wasser AG (SGEW) baut aus. Und zwar die Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung im Süwag-Gebiet. Von der neuen Wasserturbine bis hin zum Bürgerwindpark stemmt die Schwestergesellschaft der Süwag viele Projekte, die künftig mehr Ökostrom erzeugen sollen. Grüne Energie von nebenan, ohne fremde – und oftmals teure – Herkunftsnachweise.
Das Ziel: Eine Terawattstunde, also eine Milliarde Kilowattstunden, aus nachhaltiger Erzeugung möchte die Süwag im Jahr 2030 im Zugriff haben. Bisher sind es lediglich 0,212 Terawattstunden. Die Formulierung „im Zugriff haben“ ist bewusst gewählt, denn nicht alle Erzeugungsanlagen gehören dem Süwag-Konzern.
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Partnerschaften für erneuerbare Energien
Gerade bei der Windkraft setzen die Süwag und ihre Schwestergesellschaft SGEW auf Zusammenarbeit mit Partnern. Die Kommunen, auf deren Grund neue Windkraftanlagen entstehen, erhalten nicht nur die reine Flächenpacht. Sie werden über eine Beteiligungsgesellschaft selbst Teil der Energiewende vor Ort. Auch die Einwohner der Kommunen können über Bürgergenossenschaften direkt von den Verkaufserlösen des Ökostroms profitieren. Für Dominik Kauss ist das der wirksamste und nachhaltigste Angang für die Energiewende: „Eine nachhaltige Zukunft können wir nur gemeinsam gestalten.“
In der Windkraft sieht Dominik Kauss das größte Potenzial für mehr grüne Energie: „Wir haben im Süwag-Gebiet eine Menge guter Windstandorte. Die gilt es, in Zukunft zu nutzen!“ Bisher liegt mehr als die Hälfte der bundesweiten Windkraftleistung in den norddeutschen Bundesländern. Dabei sorgt die Branche nicht nur für sauberer Energie, sondern schafft auch Arbeitsplätze. Für einen möglichen Ausbau hat Dominik Kauss Höhenzüge im Taunus, Westerwald, Hunsrück und im Neuwieder Umland im Blick. Drei neue Windprojekte sind bereits in Planung.
Bei der Wasserkraft schöpft die SGEW das Potenzial des Süwag-Gebiets bereits gut aus. Sie sitzt in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg direkt an der Quelle: Lahn, Wied und Neckar sowie zahlreichen Nebenflüsse treiben Turbinen an. 77 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen die insgesamt 13 Wasserkraftwerke jedes Jahr. Einige sind über 100 Jahre alt. Die Technik im Inneren allerdings nicht, erklärt Dominik Kauss: „Das Wasserkraftwerk Cramberg beispielsweise haben wir nach rund dreijähriger Modernisierung im Jahr 2024 wieder in Betrieb genommen. Dank neuer Turbinen und Generatoren erzeugt es nun 22 Prozent mehr Strom.“

„Eine nachhaltige Zukunft können wir nur gemeinsam gestalten.“
Dominik Kauss, Leiter Erneuerbare Erzeugung SGEW
Fischschutz am Wasserkraftwerk
Damit die Wasserkraftwerke wirklich nachhaltig laufen, ist auch der Fischschutz ein Thema. In Nassau und Willstätt gibt es bereits Fischtreppen. An den meisten Anlagen ist die sogenannte Herstellung der aufwärts gerichteten Durchgängigkeit – sprich ein Fischaufstieg – Aufgabe der Bundesrepublik. „Wir als Betreiber der Wasserkraftwerke müssen den Fischschutz gewährleisten. Daher haben wir einen Vertrag mit der Bundesrepublik geschlossen und planen gemeinsam Maßnahmen.“
Neben eigenem Engagement für den Klimaschutz motiviert die Süwag auch ihre Kunden, die Energiewende mitzugestalten – mit den passenden Angeboten für diverse Anwendungsfälle. Batterie-speicher beispielsweise bieten Industriekunden die Möglichkeit, Ökostrom zwischenzuspeichern oder die Stromnetze zu entlasten.
Erste Projekte laufen bereits, die sich nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Kunden lohnen sollen. Mit einem Stromspeicher können Unternehmen im großen Stil Energie auf Vorrat lagern und zu intensiven Produktionszeiten abrufen. Das vermeidet Lastspitzen – und spart je nach Lastgang Kosten im fünfstelligen Bereich.

Eine Photovoltaik-Freiflächenanlage im bayerischen Aholming liefert grünen Strom für die Produktion von Dr. Schär.
Ökostrom satt für Dr. Schär
Andere Kunden nutzen Dach- und Freiflächen für eigene Photovoltaikanlagen. Oder kaufen grünen Sonnenstrom aus dem Portfolio der Süwag. Kunden wie Dr. Schär kombinieren beides. Das Südtiroler Unternehmen fertigt glutenfreie Lebensmittel und Produkte für Menschen mit besonderen Ernährungsbedürfnissen. Für die Produktion an den beiden deutschen Standorten in Dreihausen und Apolda setzt Dr. Schär seit dem Jahresbeginn auf 100 Prozent Ökostrom aus Deutschland.
Keine kleine Entscheidung bei einem Energiebedarf von fast 8.000 Megawattstunden. Durch die Umstellung auf Ökostrom vermeidet Dr. Schär rund 2.380 Tonnen CO2 im Jahr – so viel wie etwa 2.300 Privathaushalte erzeugen. Die Entscheidung für Ökostrom hat also eine unmittelbare, positive Wirkung auf unser Klima. An fünf weiteren Standorten in Italien, Österreich und Brasilien setzt der globale Player ebenfalls auf grüne Energie.

„Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil unserer Wachstumsstrategie.“
Matthias Müller-Thederan, Geschäftsführer von Dr. Schär Deutschland
Den Gesamtbedarf an grüner Energie kann das Unternehmen, trotz eigener Photovoltaikanlagen, nicht selbst decken. Daher liefert die Süwag unter anderem über ein sogenanntes Power Purchase Agreement, kurz PPA, Ökostrom aus dem Solarpark der Süwag-Schwestergesellschaft Bayernwerk Natur in Aholming. Der Vorteil für beide Parteien: Dr. Schär weiß genau, woher die grüne Energie stammt. Und der Solarpark erhält Planungssicherheit für die Abnahme seines Solarstroms.
Dass Dr. Schär auf 100 Prozent Ökostrom setzt, ist mehr als reine Imagearbeit, erklärt Matthias Müller-Thederan, Geschäftsführer bei Dr. Schär Deutschland. „Nachhaltigkeit ist für uns kein reines Umweltziel, sondern ein fester Bestandteil unserer Wachstumsstrategie.“
Das Ziel der Dekarbonisierung ist nicht nur für den Strombezug maßgeblich, sondern prägt alle Entscheidungen rund um die Produktionsprozesse. Für mehr Effizienz haben auch die Modernisierung der Kühlsysteme in der Produktion gesorgt sowie der vollständige Austausch von Halogenlampen durch LED-Beleuchtung.

14,4
Millionen
Kilowattstunden Ökostrom erzeugt das Wasserkraftwerk Cramberg jedes Jahr – genug für 4.100 Haushalte
Matthias Müller-Thederan sieht sein Unternehmen als Vorbild, dem noch viele nacheifern werden und sollten: „Wir sind überzeugt, dass die Zukunft der Lebensmittelindustrie von verantwortungsvollen und mutigen Entscheidungen geprägt sein wird, die Umweltverantwortung und Wettbewerbsfähigkeit konsequent verbinden.“
Um allen Kunden möglichst viel Ökostrom aus eigener Erzeugung zu liefern, baut Dominik Kauss diese mit seinem Team derweil kräftig weiter aus. Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft, Biogas – die Projekte der SGEW sind so vielfältig wie die Regionen, in denen die Süwag agiert. Dominik Kauss arbeitet zum Beispiel an der Planung für ein Pumpspeicherkraftwerk in Hessen. „Das wäre ein Leuchtturmprojekt und würde die grüne Energieerzeugung perfekt ergänzen“, so der Experte. Und es wäre ein weiterer Meilenstein auf dem Weg hin zu einer Terawattstunde Ökostrom.
Unser Energieziel – Ihre Vorteile
- Wir liefern künftig mehr Strom aus regenerativen Quellen.
- Wir sichern Ihre stabile und zuverlässige Versorgung – garantiert!
- Mithilfe von Green PPA sind Ihre Energiepreise weniger abhängig von internationalen Preisschwankungen.
- Wir unterstützen Sie bei eigenen Erzeugungsanlagen mit Planung und Betriebsführung.
- Wir bieten Ihnen neue Möglichkeiten, die Energiewende mitzugestalten – zum Beispiel mit Speichertechnik.
Das kann die SGEW
Mehr zu den Projekten und Services der Süwag-Tochter erfahren Sie auf der
Website der SGEW
