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Künstliche Intelligenz
Entdecker neuer Welten
Bild oben
Daniel Natt (li.) und Marcus Kramer wollen mithilfe von KI Energie besser machen.Sie arbeitet in vielen Bereichen schneller, gründlicher und smarter: Künstliche Intelligenz ist auch aus der Süwag-Energiewelt nicht mehr wegzudenken. Das Steuer haben dabei stets die Süwag-Experten in der Hand. Welchen Kurs sie nehmen und welche Erfahrungen sie machen, erzählt unsere Story.
Unendliche Weiten, unerforschte Galaxien und gigantische schwarze Löcher: Was wäre eine bessere Analogie für das Thema künstliche Intelligenz als der Weltraum? Einige Experten bei der Süwag erkunden diese Weiten auf der Suche nach intelligenten Lösungen, die uns als Energieversorger weiterbringen. Denn: Bei vielen Prozessen kann der Einsatz einer KI unsere Energie tatsächlich besser machen.
KI statt Kamera
Bild oben: Passend zum Thema KI stammt auch dieses Bild nicht aus einer Kamera, sondern von einer KI – unsere Crew steuert durch die Energiezukunft.
KI-Programme lernen aus Beispielen und können so später in Millisekunden eigenständig Probleme lösen. Beispielsweise in der Medizin, wo KI dank Mustererkennung helfen kann, Krebserkrankungen frühzeitig zu entdecken. In der Luftfahrt, in der Kreativwirtschaft oder eben in der Energiewelt. Die Anwendungsmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz sind, wie die Sterne im Weltall, unendlich.
„KI ist sehr hilfreich, aber wir müssen uns auf diese neuen Welten auch vorbereiten“, sagt Daniel Natt, Datenmanager und KI-Stratege bei der Süwag-Netztochter Syna. Er sorgt dafür, dass alle Mitarbeitenden beim Energieversorger die Technik nutzen können und auch die Daten bereit für das neue Zeitalter sind. Denn: „Nur mit einer ordentlichen Datenbasis arbeitet die KI effektiv.“ Ziel der Umstellung ist es, Mitarbeitende bei komplexen Aufgaben zu unterstützen und Routinearbeiten zu erleichtern. KI-gestützte Anwendungen helfen dabei, Informationen schneller aufzubereiten, Zusammenhänge zu erkennen und Entscheidungsprozesse zu verbessern.
Coden in Lichtgeschwindigkeit
Auch Matthias Grünewald setzt beruflich auf KI. Er leitet das unternehmensinterne Startup Höchst Digital, in dem Projekte zur künstlichen Intelligenz gebündelt werden. Besonders schätzt er die Geschwindigkeit, mit der KI die Softwareentwicklung unterstützt: „KI-Werkzeuge übernehmen viele Standardaufgaben und verkürzen die Entwicklungszeit – in manchen Bereichen um die Hälfte und mehr. Wir können dadurch schneller Software entwickeln, früher testen, verschiedene Varianten durchspielen und Ideen effizienter bewerten. Schneller werden wir auf jeden Fall – besser aber nur, wenn wir die gewonnene Zeit in Qualität, Sicherheit und saubere Prozesse investieren.“
0Milliarden
Kilowattstunden Strom haben Rechenzentren in Deutschland im Jahr 2024 verbraucht. Das sind 3,9 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland.
Energiehungrige Server
Trotz der Schnelligkeit – billig sind diese Anwendungen nicht. „KI kostet viel Geld, sie verwendet Computerkapazitäten und damit auch jede Menge Energie.“ Matthias Grünewald setzt sie daher genauso mit Bedacht ein wie andere Ressourcen. Der Strombedarf von Rechenzentren lag in Deutschland im Jahr 2024 bei rund 20 Milliarden Kilowattstunden, also 3,9 Prozent des Gesamtstromverbrauchs. Dieser Bedarf wird sich Prognosen zufolge in den nächsten Jahren verdoppeln.
Doch wie kann man den steigenden Energieverbrauch möglichst nachhaltig gestalten? Die Süwag beteiligt sich selbst an einem zukunftsorientierten Rechenzentrum: Am Standort Hofheim-Marxheim entsteht ein Datenzentrum, das die Abwärme der Server künftig in ein lokales Wärmenetz einspeisen könnte. So gehen digitaler Fortschritt und Nachhaltigkeit Hand in Hand.
Smarte Software für die Syna
Da KI-Anwendungen sich selbst rasend schnell weiterentwickeln, muss das Team von Höchst Digital immer up to date sein. Dank der Struktur als internes Startup können Softwareentwickler, KI-Experten und Fachabteilungen eng zusammenarbeiten, um neue Projekte auf den Weg zu bringen, so Matthias Grünewald: „Mit der Software ai.know wollen wir Kundenanliegen besser verstehen. Wir machen Zusammenhänge sichtbar und reduzieren somit die Bearbeitungszeit von Kundenanfragen.“
KI denkt nicht wie ein Mensch, sie berechnet Muster und Wahrscheinlichkeiten. Damit liefert sie Prognosen, die Fachleuten bei Entscheidungen helfen – etwa bei der Frage, wie lange ein Stromkabel voraussichtlich noch zuverlässig arbeitet. Seit 2021 nutzt die Syna KI, um die Netze robuster zu betreiben und schneller auf potenzielle Störungen reagieren zu können, so Daniel Natt. „Wir haben schon vor vier Jahren in das Thema investiert, um unsere Netze stabiler zu machen und Störungen bestmöglich zu verhindern.“

Smart: Die Süwag-Tochter Syna nutzt Drohnen und KI, um ihre Freileitungen zu kontrollieren. Seit 2023 setzt die Süwag-Tochter Syna zudem Drohnen für die Inspektion ausgewählter Freileitungen ein. Mittlerweile steuern sie teilautomatisch selbst von Mast zu Mast, intelligente Algorithmen werten die Fotos auf sichtbare Schäden aus. So kann die Syna ihre Netze deutlich schneller überprüfen und instand halten.

»Welchen Mehrwert kann KI unseren Kunden bringen?«
Marcus Kramer, KI-Referent bei der Süwag
Kundenservice mit KI
„Die grundlegende Frage ist immer: Welchen Mehrwert bringt eine Technologie uns und unseren Kunden?“, fasst Marcus Kramer seinen Auftrag bei der Reise zu neuen KI-Lösungen zusammen. Als KI-Referent bei der Süwag lotet er das Potenzial neuer Anwendungen aus – unter anderem für den Kundenservice. So nutzt zum Beispiel Süwag-Chatbot Karl, der Privatkunden bei alltäglichen Energiefragen weiterhilft, inzwischen auch künstliche Intelligenz. So kann Karl Fragen besser und individueller beantworten.
Den persönlichen Ansprechpartner bei der Süwag ersetzt der Chatbot allerdings nicht. „Unsere Kunden haben dank KI den Vorteil, dass wir Anfragen schneller und präziser beantworten können – egal ob sie per E-Mail oder WhatsApp eingehen“, so Marcus Kramer.
Im Businesskundenbereich macht die KI für Florian Leopold die Bearbeitung von Kundenanfragen schneller und einfacher. „Bei einem Angebot ist eine kurze Reaktionszeit immer von Vorteil“, sagt er. Mit seinem KI-Projekt will der Produktmanager die Daten schneller und effizienter verarbeiten, um individuelle Angebote zu erstellen. Dadurch wird es für Kunden deutlich einfacher, ein Angebot zu erhalten. Das vermeidet Rückfragen und das Einholen fehlender Angaben.

„Dank KI können wir viele Kundenanfragen deutlich schneller bearbeiten – und passender auf sie eingehen“, sagen Florian Leopold (li.) und Matthias Grünewald. An der KI schätzt Florian Leopold vor allem die Fähigkeit, Probleme zu lösen: „Ich formuliere einen Wunsch und erhalte – sofern mein Prompt, also meine Anforderung an die KI, präzise genug war – ein beinahe fertiges Programm als Lösung.“
Daten, aber sicher
Doch wie sieht es mit der sicheren Handhabung der Daten aus, mit denen die Süwag-Experten die KI füttern? Dafür sorgt Daniel Natt, indem er darauf achtet, dass die Systeme und Schnittstellen im Einklang mit der Unternehmensstrategie eingesetzt werden und sensible Informationen wie Kundendaten nicht in externe KI-Modelle gelangen.
„Wir arbeiten mit mehreren Systemen, die verschiedene Fähigkeiten haben“, so der KI-Stratege. „Das schafft Flexibilität. Und es ist auch hilfreich, wenn – wie im September – plötzlich große Portale wie ChatGPT ausfallen. Wir konnten entspannt weiterarbeiten.“ Wie in der Raumfahrt wird also auch in Sachen KI Sicherheit großgeschrieben. Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen nehmen unsere Experten weiter Kurs auf neue Ziele.
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Fotos: Süwag mit KI
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