29.800 Kilometer lang ist das Stromnetz im Netzgebiet der Syna.
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Energie.Besser.Machen
Die Bessermacher
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Arbeiten an der Energiezukunft: Sergej Gulevatenko und Erik Hahn von der Süwag.Sie kennen sich aus und legen sich ins Zeug: Bei der Süwag sorgen viele Menschen dafür, dass die Energie fließt, die Netze sicher bleiben und immer mehr erneuerbare Energiequellen in unserer Region entstehen.
Als Dirk Gerber vor knapp 30 Jahren bei der Süwag anfing, stand am heutigen Hauptsitz in Frankfurt-Höchst noch ein Steinkohlekraftwerk. 1999 wurde es stillgelegt und seitdem nimmt Dirk Gerber Kurs auf eine grüne Energiezukunft. „Ich stehe ganz persönlich für die Energiewende“, so der Diplom-Ingenieur, der als Geschäftsführer seit 2011 die Süwag Grüne Energien und Wasser (SGEW) leitet. Die Herausforderung zur vollständigen Dekarbonisierung nimmt er an, mit großen Zielen und Mut zu Experimenten. Für den Mut wurde die Süwag schon mehrfach ausgezeichnet. Das Konzept der QuartierKraftwerke erhielt 2018 den Hessischen Staatspreis für innovative Energielösungen.
„Als regionaler Versorger haben wir eine klare Verantwortung unserer Umwelt gegenüber – aber auch unseren Kunden, deren Energie bezahlbar bleiben muss“, so Gerber. Mit innovativen Ansätzen bringen die Süwag und ihre Tochter SGEW die lokale Energiewende voran. Gemeinsam mit Kommunen hat die SGEW beispielsweise zwei Bürgerwindparks gebaut. Die Bürger profitieren vor Ort unmittelbar von der günstigen, grünen Energie. „Bei uns sitzen die Kommunen mit am Tisch, das sorgt für Transparenz und stärkt die Akzeptanz für Veränderungen.“ Der Erfolg gibt Dirk Gerber recht: Der Windpark Mengerskirchen, Ende 2014 für die hessische Gemeinde mit drei Windkraftanlagen in Betrieb genommen, wird demnächst um zwei Anlagen erweitert. Ein neuer Energiepark mit Windkraft und Photovoltaik ist mit dem Zweckverband Kirchspiel Urbach bei Neuwied geplant.

»Wir haben hohe Ambitionen – und den Mut, Neues auszuprobieren.«
Dirk Gerber, Geschäftsführer der SGEW
Die Süwag QuartierKraftwerke, so innovativ sie vor einigen Jahren noch waren, brauchen nun ebenfalls eine Energiewende. Rund 60 Anlagen müssen bis zum Jahr 2030 modernisiert werden, ein Anteil von 30 Prozent erneuerbarer Energien ist dann Pflicht.
Als QuartierKraftwerk 2.0 sollen sie künftig ganz ohne fossile Energien laufen (mehr dazu hier). Also tschüss, Gaskessel und hallo, Wärmepumpe? Doch eine Patentlösung gibt es nicht. „Unsere Projekte sind maßgeschneidert, je nach Ort und Anforderungen finden wir eine Lösung, die Ökologie und Ökonomie vereint“, so Dirk Gerber. Für die Modernisierung der QuartierKraftwerke – „eine mega Aufgabe“ – hat er daher eine eigene Abteilung geschaffen.


75 Hektar Fläche unter Freileitungen sind dank ökologischem Trassenmanagement wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere.

38 Prozent Ökostrom flossen im Jahr 2024 an Süwag-Kunden.

1,2 Milliarden Euro investiert die Syna bis 2029 in den Ausbau und die Digitalisierung der Netze.

210 Gigawattstunden grüne Energie hat die SGEW im Jahr 2024 erzeugt, vornehmlich aus Wind- und Wasserkraft.
Inspiration für neue Projekte findet er direkt vor der Tür, am Hauptsitz in Höchst: „Wir haben hier den Industriepark, daneben in der Siedlung Fachwerkhäuser mit alter Gasheizung. Warum nicht die Abwärme in das Wohngebiet leiten und so nachhaltiger heizen?“ Das gleiche Prinzip will die SGEW auch für die neuen, großen Global Player im Rhein-Main-Gebiet anwenden: Rechenzentren. Die Branche hat enormen Energiehunger. Im Betrieb erzeugen die Server einiges an Wärme. In Hattersheim hat die SGEW bereits eine Gesellschaft mit der Stadt gegründet, um Wärme aus einem Rechenzentrum über ein Nahwärmenetz im Ort zu nutzen. Weitere solcher Projekte sollen folgen. Denn wie gesagt, Dirk Gerber hat hohe Ziele: „Mit dem Ausbau von Wind-, Wasser- und Solarkraft wollen wir im Jahr 2030 Zugriff auf eine Terawattstunde Energie aus grüner Erzeugung haben.“

Für ein starkes Netz
All diese zunehmend grüne Energie muss allerdings ins Netz – und zu den Kunden. Dafür sorgen Mitarbeiter der Syna in den zwei Netzleitstellen. In Frankfurt-Höchst entscheidet Annika Wiener, wo und wann Energie fließen soll. „Energieflüsse und vor allem die Einspeisung regenerativer Energien schwanken enorm“, sagt die Ingenieurin für Schaltungskoordination. Seit vermehrt Wind-, Wasser- und Sonnenstrom ins Netz fließen, ist ihr Job deutlich komplexer geworden. Auch der Lastzuwachs durch immer mehr Anschlüsse von Großverbrauchern, insbesondere in den Hochspannungsnetzen, stellt sie vor Herausforderungen. „Meine Aufgabe ist es, auf aktuelle Einflüsse zu reagieren und das Netz so stabil zu halten.“ Auch dann, wenn an sonnigen Tagen plötzlich sehr viel Solarstrom aus Photovoltaikanlagen eingespeist wird. „Kurzfristig können wir manuell Abhilfe schaffen, um die Leistung ins Netz zu integrieren. Langfristig bauen wir das Netz aus, um die nötigen Kapazitäten zu schaffen.“ Zum Netzausbau gehört auch smarte Technik wie digitalisierte Ortsnetzstationen. Die helfen dabei, Energieflüsse zu analysieren und zu steuern und das Netz gezielt an Hotspots auszubauen. „Ich sorge dafür, dass unser Netz für die Energiewende wachsen kann.“
»Ich sorge dafür, dass unser Netz für die Energiewende wachsen kann.«
Annika Wiener, Ingenieurin für Schaltungskoordination bei der Syna
Zum Tagesgeschäft gehört für Annika Wiener auch, Betreiber von Erzeugungsanlagen und Anschlussnehmer über Arbeiten am Netz und anstehende Schaltmaßnahmen zu informieren. Unter anderem hat sie dann mit den Kolleginnen und Kollegen von der Süwag-Tochtergesellschaft SGEW zu tun, die Windkraft-, Wasserkraft- und Solaranlagen betreiben. Und auch Unternehmen mit betriebseigenen Umspannanlagen und Erzeugungsanlagen unterstützt Annika Wiener mit ihren Kollegen bei der Syna auf Wunsch mit passenden Dienstleistungen, zum Beispiel bei großen Photovoltaikanlagen. „Perspektivisch werden immer mehr Erzeugungsanlagen auch im 110-kV-Netz angeschlossen. Hier bieten wir die Netz- und Betriebsführung am Netzanschlusspunkt an“, so Wiener. So unterstützt sie Kunden auf ihrem Weg zur nachhaltigeren Energieversorgung.

Die Großbäckerei Scheffel steckt viel Energie in gutes Backwerk – spart aber durch Wärmerückgewinnung aus Abwärme. Lotse durch den Effizienzdschungel
Photovoltaikanlagen hat André Gerlach in seinen knapp 20 Jahren bei der Süwag einige geplant. Doch sein Aufgabengebiet hat sich zuletzt verschoben. Immer mehr Kunden brauchen Beratung zum Energieeffizienzgesetz (EnEfG) und Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G). Daher liegt sein Schwerpunkt aktuell auf Energieaudits und Energiemanagementsystemen und er berät zu Förderprogrammen für Produktion und Prozesstechnik.

»Die Suche nach Sparpotenzialen ist Detektivarbeit.«
André Gerlach, Referent Engineering und Beratung bei der Süwag
Die gesetzlichen Vorgaben für Energieeffizienz sind strenger geworden und ändern sich häufig. Das stellt vor allem Großverbraucher vor Herausforderungen. Ist mein Unternehmen bei der Abwärme gemäß EnEfG meldepflichtig? Muss es ab dem 18. Juli 2025 gemäß DIN EN ISO 50001 zertifiziert sein? Fragen, die André Gerlach beantworten kann: Er ist mittlerweile als Energieeffizienzexperte beim BAFA gelistet und kennt EnEfG und EDL-G aus dem Effeff. „Wir sind stets auf dem Laufenden und lotsen unsere Kunden durch den Dschungel der Energieeffizienzgesetze.“
André Gerlach unterstützt auch die Scheffel Backwaren GmbH aus dem Westerwald mit einem Energieaudit samt Förderanträgen. Mit Energiemonitoring, Wärmerückgewinnungsanlagen und einer eigenen Photovoltaikanlage stellt sich die Großbäckerei in Sachen Nachhaltigkeit bereits ganz innovativ auf. „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit der Süwag diesen nachhaltigen Weg weiterzugehen und Herausforderungen und Chancen gemeinsam anzupacken“, sagt Frank Scheffel, der seit 2022 gemeinsam mit Stefanie und Kathrin Scheffel das Familienunternehmen leitet.
„Wir zeigen mit unserer Beratung Potenziale auf, die der Kunde mit Effizienzmaßnahmen heben kann“, erklärt André Gerlach. „Das ist wie Detektivarbeit.“ Die meisten Kunden hätten bereits ein gutes Gefühl für ihre Produktion, doch die gezielte Datenerhebung und Analyse decke immer wieder unerkanntes Sparpotenzial auf. Davon können Süwag-Kunden nach der Beratung profitieren – oft schon durch kleine Maßnahmen.
Für André Gerlach ist das der schönste Teil seiner Arbeit: „So ist das Energieaudit nicht nur lästige Pflicht, sondern bringt unseren Kunden einen echten Mehrwert.“ Wie auch immer die nächste Gesetzesnovelle ausfallen mag: Er ist up to date und hilft seinen Kunden dabei, ihre Energie besser zu machen.
Baukasten Nachhaltigkeit
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Mehr Infos zu unseren Angeboten für Unternehmen finden Sie hier:
suewag.de/baukastenFotos: Scheffel Backwaren GmbH, Süwag
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